Die Geschichte des BMW M3 begann im Jahr 1985. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (kurz: IAA) in Frankfurt wurde der E30 M3 erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert. Er diente in erster Linie als Homologationsmodell, um die Teilnahme an der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (kurz: DTM) zu ermöglichen. Die Serienproduktion begann im Jahr 1986. Die Nachfrage nach diesem Modell war enorm hoch und die Stückzahlen mussten erhöht werden – höher als ursprünglich geplant. Da der M3 E30 im Motorsport sehr erfolgreich war, kamen weitere Sondermodelle hinzu, die teilweise streng limitiert waren; dazu zählen der Sportevolution, Sportevolution II, Sportevolution III, Cecotto, Ravaglia, Meisterschaft, Europameister uvm.

Ein E30 M3 Cabriolet wurde ebenfalls eingeführt. Die Stückzahlen hierfür waren nicht sonderlich hoch. Den E30 M3 gab es somit als 2-türige Limousine und als Cabriolet.

International war der E30 M3 im Motorsport überaus erfolgreich und es wurden Titel am Fließband eingefahren. An diesen Erfolg konnte bis heute kein anderes BMW M3 Modell anknüpfen. Ende der 80er Jahre kamen immer mehr Tuning-Firmen auf den Markt. Der BMW M3 oder generell die 3er Baureihe war somit schnell verschrien als Bastelbude.

Insgesamt wurden 17.970 weltweit gebaut.

Ausserdem gab es landesspezifische Versionen vom E30 M3. Manche Länder hatten strengere Abgasvorschriften wie z.B. USA oder Schweiz. Hier wurden Fahrzeuge ausschließlich mit Katalysator angeboten, während in Deutschland/Europa Fahrzeuge ohne Katalysator bis Anfang der 90er Jahre zulassungsfähig waren. Ausserdem gab es dann noch den E30 320is oder auch Italo-M3 genannt. Dieser hatte ebenfalls den S14 Motor jedoch mit nur 2 Litern Hubraum. Dies war den hohen Steuern in Italien geschuldet. Dort zahlt man für Fahrzeuge über 2 Liter Hubraum erheblich mehr Steuern.

Der E36 M3 war der zweite M3 in der Reihe und wurde 1992 veröffentlicht. Normalerweise unterscheidet sich der M3 immer vom Serienmodell der Baureihe in Form von breiteren, auffälligeren Karosserieteilen wie z.B. ausgestellte Kotflügel, andere Stoßstangen, Heckspoiler etc. Bei dieser Baureihe war dies jedoch nicht der Fall. Den E36 M3 konnte man kaum vom Serienmodell der Baureihe unterscheiden. Der E36 hatte allerdings den gleichen „schlechten“ Ruf in der Szene. Bei diesem Modell kam zum ersten Mal ein Reihen-Sechszylinder zum Einsatz und nebenbei erwähnt gab es erstmals die Bezeichnung Coupe in der M3 Reihe. Anfangs mit 286PS später 321PS. Als Sondermodell kam der E36 M3 GT in der Sonderfarbe British Racing Green. Die E36 Modellreihe ist preislich auch (noch) nicht attraktiv im Werterhalt, jedoch zeigt sich ein leichter Trend nach oben. Der E36 M3 könnte ein Klassiker werden, jedoch nicht im selben Umfang wie der E30 M3.

Die dritte Generation des M3 kam im Jahr 2000. Er hatte die Bezeichnung E46 M3 und wurde mehrfach ausgezeichnet. Vor allem der S54 Motor hat mehrere Auszeichnungen eingefahren. Hier sprach die Karosse wieder die gewohnte M3 Sprache. Ausgestellte Kotflügel, geänderte Stoßstangen, 4-Rohr-Abgasanlage usw. Auch hier gab es Sondermodelle wie z.B. das Competition Modell und als besonderes Highlight der M3 CSL. Der CSL ist grundlegend geändert worden und verfügt über rund 360PS. Dies wird unter anderem mit einer Carbon-Airbox erreicht, zudem wurde das Modell leichter. Im Innenraum sind Schalensitze und Carbonverkleidungen verbaut. Die Bremsanlage wurde auch größer. Das Competition Modell hatte zumindest die Felgen vom CSL und das Lenkrad. Die E46 Baureihe, speziell der M3, könnte ein Klassiker werden – wohl eher als der E36. Die Preise sind seit Jahren stabil und es zeigen sich deutliche Trends nach oben.

Im Jahr 2007 wurde auf dem Genfer-Autosalon der E92 M3 als Coupe erstmal vorgestellt. Im Herbst folge das E93 M3 Cabriolet und im Frühjahr 2008 die E90 M3 Limousine. Bei dieser Baureihe hatte jede Karosserieform nun eine eigene Typenbezeichnung. Die E9X M3 Baureihe ist in der M3 Geschichte etwas aussergewöhnlich. Über die Jahre hat sich immer der gleiche Satz eingebrannt “ BMW muss immer 6 Zylinder und Heckantrieb haben“, denn so kannte man die Marke BMW über Jahrzehnte. Nun kommt mit der E9X M3 Baureihe ein V8 Motor zum Einsatz und bricht damit die jahrelange Tradition der Marke. Ausserdem kam erstmals ein Doppelkupplungsgetriebe (DKG) zum Einsatz und bietet noch mehr Fahrspaß in form von kürzeren Schaltzeiten. Auch diese Baureihe verfügt über ausgestellte Kotflügel, aggressiveres Aussehen, 4 Rohr Endschalldämpfer… als Highlight wurde der M3 GTS vorgestellt. Ein von Grund auf geändertes Fahrzeug mit Gewindefahrwerk, 8 Kolben Bremsanlage, Titan Abgasanlage, Rennschalensitze, Überrollkäfig um nur ein paar Details zu nennen. Den GTS gab es ausschließlich in der Farbe Orange zu kaufen.

Es folgten weitere M3 Modelle, die ich hier jedoch nicht im Detail erläutern möchte, da Sie m.M.n. nichts mehr mit M zu tun haben und emotional nicht das erreichen, was Ihre Vorfahren erreicht haben.

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